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Kündigung des Praktikumsverhältnisses

Veröffentlicht von | 4. Mai 2012 | Praktikumsrecht

Sind alle wichtigen rechtlichen Angelegenheiten für die Aufnahme des Praktikums geklärt, wird eines nach wie vor erst sehr spät bedacht: Die Möglichkeit der Kündigung.
Sollte es sich wirklich nicht vermeiden lassen, dann kann auf drei verschiedenen Wegen gekündigt werden:

  • Aufhebungsvertrag: Dieser muss einvernehmlich mit dem Praktikumsgeber geschlossen werden. Dies kann zum Beispiel dann vorgenommen werden, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass der Praktikant für die Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben ungeeignet ist.
  • Fristlose Kündigung: Dafür muss allerdings ein wirklich wichtiger Grund vorliegen, der eine weitere Zusammenarbeit unmöglich macht; bei Ausbeutung oder gar sexueller Belästigung durchaus denkbar.
  • Ordentliche Kündigung: Dies setzt voraus, dass die Möglichkeit einer Kündigung inkl. Frist zuvor vertraglich eingeräumt worden ist.

Da freiwillige Praktika in der Rechtssprechung wie normale Arbeitsverhältnisse behandelt werden, ist eine Kündigung in der Regel unproblematisch. Ganz anders verhält es sich bei Pflichtpraktika. Bevor gekündigt wird, ist es ratsam, zu klären, ob eine Kündigung in der Studienordnung vorgesehen ist; noch besser ist es, mit der Hochschule Rücksprache zu halten.

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